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Mich in Gewahrsam nehmen

Eisenspäne auf Grünpigmenten - aktuell noch bei Haarmoden Jürgen Krämer zu sehen
Eisenspäne auf Grünpigmenten - aktuell noch bei Haarmoden Jürgen Krämer zu sehen

In  Kontakt  mit  dem  Außen

Wenn ich wegen der Ausstellung bei Haarmoden Krämer und unserem Zusammenfinden (worüber ich in diesem Beitrag bereits geschrieben habe) angesprochen werde, dann ergeben sich stets weitere Themen, über die wir uns dann unterhalten. Ich finde es großartig, welche Kreise diese Begebenheit zieht und wie sich daraus weitere Schritte ergeben. Wir sind in Kontakt mit dem Außen. 

 

 

DER  EIGENEN  STIMME  TREU  BLEIBEN

Dabei wird mir jedes Mal bewusst, wie sehr wir Menschen uns von dem Außen beeinflussen und nicht selten davon irritieren lassen. Erst jüngst habe ich wieder wahrgenommen, wie entmutigend teilweise solche Kontakte auf den Menschen auch sein können. Schlechte Nachrichten und negative Einstellungen sind allgegenwärtig. Es sind nur wenige Wochen her, da wurden Impfwillige, die sich für ein Impfangebot einsetzten und sich in das Prozedere einfügten von bereits Geimpften damit konfrontiert, wieso sie sich nicht schon längst irgendwo einen Termin ergattern konnten und sei es über Tricks. Nicht selten gerade von jenen, denen gegenüber sie sich die vielen Monate zuvor besonders rücksichtsvoll gezeigt hatten. Heute, etwas mehr als ein Monat später, ist die Überlegung, ob mit Anreizen die Impfbereitschaft erhöht werden müsste. Ein Beispiel dafür, wie sich Denken und Handeln anderer zeigen kann und auf die eigene Person Einfluss nimmt, als Irritation und hinderliche Einwirkung von außen. Hier gilt es "meine eigene Stimme" in Gewahrsam zu nehmen. Die Malerei ist hierfür ein äußerst hilfreicher Begleiter!

 

 

Mit  der  Malerei  schaffe  ich  das

Die Kunst, meine Beziehung von Mensch zu Mensch zu gestalten, beginnt immer bei und mit mir selbst. Ich benötige auch hierfür eine gewisse Kunstfertigkeit, nämlich die Kunst, meine eigene Stimme wahr- und aufzunehmen. Mit der Malerei schaffe ich das - ich ermögliche mir den Zugang, mir selbst näher zu kommen.  

 

 

Ich baue mir meinen Rahmen - schaffe mein Innen und das Außen.

Beziehe diesen mit meiner Leinwand - nässe den Stoff und lege meine Farben auf.

Ein sinnliches Vorgehen,

bei dem ich mich ganz meiner eigenen Stimmung annehme, 

jeder Missklang zeigt sich auf der Leinwand und darf dort zur Übereinstimmung finden. 

 

 

Ich bin froh, dass neben den oben beschriebenen Einwirkungen, mir weit mehr anders Denkende begegnen. Menschen, die in Gesprächen nach dem Möglichen Ausschau halten. Die den Blick auf das Wertvolle nicht verlieren, trotz den Ablenkungen von außen. Die die kleinen Dinge im Alltag wahrnehmen und ihnen Platz einräumen. Und ich stelle dabei immer wieder fest, dass dies oftmals Menschen sind, von denen nicht groß die Rede ist. Jene die nicht "laut" sind, die nicht in der großen Herde zu finden sind. Aber sie gibt es und gar nicht so selten wie ich feststelle, sondern viel mehr, als ich immer dachte. 

 

 

Moorbad, eingearbeitete Myrrhe und Türkis - aktuell noch bei Haarmoden Jürgen Krämer zu sehen
Moorbad, eingearbeitete Myrrhe und Türkis - aktuell noch bei Haarmoden Jürgen Krämer zu sehen

GESUNDUNGSPROZESSE  UNTERSTÜTZEN

In meinem Atelier finden sich solche Menschen. Sie kommen und schauen - kommen und finden mit mir ins Gespräch - kommen und nutzen mein Atelier für sich zum Malen. Sie kommen, weil es Freude macht - weil es stärkt - und weil es in bestimmten Situationen zur Stütze wird. Unsere Lebenswege sind verschieden. Schicksalsschläge und Krankheiten ereilen uns, Lebensentwürfe scheitern, unser Weg wird mühsam, unsere Seele trägt Trauer. Wir alle tragen das ein oder andere Päckchen. Es ist gut, wenn wir nicht alleine gehen - uns Hilfe oder Begleitung suchen! Erst neulich wieder habe ich genau hinter diesem Hintergrund auf Kundenwunsch einen Gutschein bereitet. Ein Gutschein, bei mir bestellt - und für einen anderen Menschen gedacht. Es zeigt, wie sehr Menschen miteinander verbunden sind. 

 

 

Wenn ich die Leinwand aufgeschlagen habe,

kommen die Materialien zum Einsatz.

Hier darf ich mir selbst vertrauen dass ich weiß, wie ich dieses zu verwenden habe!

Welche Farben finden ihren Platz?

Welche müssen wieder weichen und Platz für eine andere schaffen?

Wo ist ein Zuviel, das gegen ein Weniger ausgeglichen werden möchte?

Wollen aufgetragene Schichten wieder abgekratzt - Verkrustungen gelöst werden?

Welche Farbklänge wollen gestärkt werden?

 

Gibt es Bildbereiche die mich einladen ganz nah heranzurücken, zum Schauen und Innehalten, und mich Kraft schöpfen lassen?

 

Ich drehe das Bild, nehme eine neue Perspektiven ein um ganz genau in mir zu spüren:

so gehört es hin!  Momente die stärken!

 

Und wenn ich dies noch nicht in mir wahrnehme - stattdessen sich mir  Dysbalancen zeigen, dann darf ich getrost weitergehen.

Hier bin ich eingeladen anzuschauen und herauszufinden was mich stört, was Veränderung wünscht.

Welche Affekte zeigen sich? Welche Fragen treten zutage, welche Gedankengänge regen sich?

Es geht weiter des Weges und mit jeder Schicht die ich auftrage, ergänze, verwische oder wieder abnehme, entsteht der Bildaufbau fast von alleine.

Meine Komposition zeigt sich. 

 

 

 

WERTVOLLE  ZEITEN

Nach solch einem kreativen Schaffensprozess ist alles für mich bereitet. Oftmals wollen gerade jetzt Gedanken Formulierung finden. Ich persönlich erlebe sie für mich immer als Emotionen, die mich tragen und stärken. Wertvolle Zeiten eben!

 

Unsere Krisen wollen gemeistert werden. Gehen wir mit ihnen, um einen Weg heraus zu finden und nicht Gefahr laufen, in ihnen stecken zu bleiben. Damit auch diese Zeiten, wenn auch erst rückblickend, uns zu wertvollen Zeiten werden!

 

 

 

Und dann gibt es so ganz andere Begegnungen in meinem Atelier - dem Seelenfreund.

In meinem nächsten Beitrag erzähle ich Ihnen davon - schauen Sie wieder vorbei!

Ich freue mich auf Sie.

Eine kleine Serie

NEU  BESTÜCKT    ***    SEELENFREUND

aus dem einen hat sich das nächste ergeben