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Aussicht

Aussicht während Corona

 

 

 

 

 

 

Für diese Aufnahme musste ich mich nicht allzu weit auf den Weg machen. Lediglich zwei, drei Kilometer Luftlinie von meiner Haustüre entfernt, bildete sich dieses herrliche Panorama vor mir ab. Corona hat mich bereits im Frühjahr an fast vergessene Fleckchen in meiner unmittelbaren Umgebung geführt. Corona zeigt mir auch jetzt wieder die Schönheiten für Geist und Seele, für die ich nicht mehr benötige, als meine Wanderschuhe und meine Bereitschaft, meinen ersten Schritt zu tun. 

Aussicht während meinem Unterwegssein

 

 

 

 

Wenn ich mich auf meinen Weg mache, birgt das immer eine gewisse Ungewissheit. Ich weiß niemals so ganz, wohin mich meine Reise führt. Ich plane mir zwar meine Richtung, doch weiß ich nicht um die Überraschungen, die mir meine Reise bereithält.  Weggabelungen die sich auftun und mir meine Entscheidungen abverlangen. Ein von Waldarbeiten morastig hinterlassenes Gelände, welches mich um eine völlig neue Sicht auf meine Weiterreise bittet. 

 

Mein Unterwegssein fordert mich an vielen Stellen heraus, mir meinen eigenen Standpunkt zu vergegenwärtigen. Es bietet mir Gelegenheiten mich in meinem Denken und Fühlen wahrzunehmen, um daraus in meine Bewegung zu kommen. 

Aussicht, aus meiner Quelle schöpfen

 

 

 

 

Manches Mal ist es von Nöten Altes zu verlassen und Gewohntes zurücklassen, um in ein Neues aufbrechen zu können. Oft sind es gerade die unliebsamen Dinge die in mein Leben treten und mir den Schritt in das Neue ermöglichen.  So, als wären sie ein Ruf, mich in meinem körperlichen und seelischen Zustand zu wandeln, um mich in meiner Entwicklung voranzubringen.

Hier brauche ich immer und immer wieder meine Bereitschaft, überhaupt etwas aus mir heraus schaffen zu wollen. Aus mir heraus schaffen = schöpfen.

 

Schöpfen - Luft schöpfen - Kraft schöpfen - aus der Quelle schöpfen ... 

 

Aussicht, für die Zeichen empfänglich werden

 

Auf meiner Wanderung dieser Tage haben sich neben unliebsamen Wegabschnitten auch viele Zeichen gezeigt, die mir Sicherheit und Halt vermittelten.

  • Die Hütte am Wegesrand, die mich zur Rast einlädt um neue Kraft zu tanken oder mich vor Wind und Wetter bewahrt.
  • Der befestigte Weg, der nach unwegsamen Strecken wieder ein angenehmeres Vorankommen ermöglicht. 
  • Das Geländer, das mich an riskanten Stellen schützt. 
  • Die Brücke, die mich sicher über die Gefahrenstelle führt.
  • Wegtafeln, die mir Richtung weisen.

Die Zeichen wahrnehmen, für sie empfänglich werden, um aus ihnen heraus -  mir meinen eigenen Standpunkt und meine Richtung zu bestimmen - das schafft mir Perspektive und Aussicht.

 

Und nicht nur das, es kräftigt und stärkt auch und bringt mich -  und das ist wohl das Entscheidendste überhaupt dabei - es bringt mich in meiner eigenen Lebendigkeit mit in das Geschehen. 

Um zur eigenen Lebendigkeit zu finden gibt es unzählig viele Mittel und Wege - welche wählen Sie für sich? 

Wie schaffen Sie es, sich auf Ihren Weg zu machen?

Wo finden Sie an Ihrem Wegesrand die "Hütte" die Ihnen Kraft schenkt und Sie bewahrt?

 

 

Bleiben Sie zuversichtlich!

Ich grüße Sie ganz herzlich.